Post-COVID-Rehabilitation

Was ist die Post-COVID-Rehabilitation?

Von einem Post-COVID-Syndrom wird gesprochen, wenn nach einer Infektion die Symptome für mindestens zwölf Wochen bestehen bleiben. Unter dieser Krankheit leiden circa 10% der Genesenen, die Symptome wie ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Schlaflosigkeit sowie Konzentrations- und Wortfindungsstörungen aufweisen. Aber auch körperliche Schwäche, wiederkehrender Husten, Atemnot und Störungen des Herz-Kreislauf-Systems können auftreten. Oftmals gehen damit auch psychische Probleme wie Depression oder Ängste einher.

Die Ursache des Post-COVID-Syndroms ist noch nicht genau bekannt, allerdings wird die Ursache in den Gewebeveränderungen und Entzündungsreaktionen vermutet.

Bei einem Post-COVID-Syndrom bietet die Rehabilitation im ZaR Münster ein auf Sie abgestimmtes Therapieangebot.

Mögliche Behandlungsmethoden

Da es bisher keine einzelne Heiltherapie für Post-COVID gibt, basiert die Behandlung meist auf einem interdisziplinären Ansatz mit Hausärztinnen und Hausärzten, der Pneumologie, Neurologie, Kardiologie, Physio- und Ergotherapie sowie psychosozialer Unterstützung. Aktuelle Leitlinien empfehlen besonders vorsichtige Belastungssteigerung bei Fatigue und PEM.

Im Mittelpunkt der Post-COVID-Rehabilitation steht der erkrankte Mensch. Folgende Behandlungsmethoden werden im ZaR Münster angeboten:

  • Ausdauertraining

  • Krankengymnastik

  • Ergotherapie

  • Soziale und berufliche Beratung

  • Psychologische Beratung

Ziele der Post-COVID-Rehabilitation

Die Behandlung des Post-COVID-Syndroms richtet sich vor allem darauf, Beschwerden zu lindern, die Belastbarkeit schrittweise zu verbessern und Folgeschäden zu vermeiden. Da die Symptome sehr unterschiedlich sein können, werden die Ziele individuell angepasst.

Typische Hauptziele sind:

  • Behandlung von Erschöpfung (Fatigue), Atemnot, Schlafstörungen, Schmerzen, Konzentrationsproblemen („Brain Fog“) oder Herzrasen
  • häufig kommen Atemtherapie, Schmerztherapie, Schlafhygiene oder unterstützende Medikamente zum Einsatz
  • viele Betroffene erleben eine starke Verschlechterung nach Anstrengung (PEM – Post-Exertional Malaise)
  • Ziel ist deshalb nicht „schnell fitter werden“, sondern ein angepasstes Energiemanagement („Pacing“), um Überlastung zu vermeiden
  • Unterstützung dabei, wieder zu arbeiten, zu lernen oder alltägliche Aufgaben bewältigen zu können
  • dazu gehören oft Ergotherapie, psychosoziale Unterstützung oder Reha-Maßnahmen
  • manche Betroffene haben anhaltende Probleme mit Lunge, Herz, Nervensystem oder Gefäßen
  • regelmäßige Untersuchungen helfen, Komplikationen früh zu erkennen
  • langandauernde Symptome können Angst, Depressionen oder soziale Isolation fördern
  • psychologische Begleitung kann helfen, mit der Erkrankung umzugehen — ohne dass die Symptome „eingebildet“ sind

• Betroffene lernen, Warnzeichen zu erkennen, Aktivitäten sinnvoll einzuteilen und Rückfälle zu vermeiden
• gute Aufklärung ist ein wichtiger Teil der Behandlung

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